Historie

Der Eisenacher Bachchor wurde 1925 von Rudolf Mauersberger gegründet.

Er wollte mit ihm alljährlich die großen Werke Bachs aufführen und so eine regelmäßige Bachpflege an der Georgenkirche, in welcher der Komponist getauft worden ist, schaffen. Nach fünf Jahren wurde Rudolf Mauersberger als Kreuzkantor nach Dresden berufen und leitete den Dresdener Kreuzchor.
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Sein Bruder Erhard Mauersberger wurde 1931 in Eisenach sein Nachfolger.

Erhard Mauersberger prägte in mehr als 30 Jahren seines Wirkens die Entwicklung des Bachchores entscheidend. Erhard Mauersberger wurde zum Thomaskantor nach Leipzig berufen und leitete den Thomanerchor.
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Herbert Peter führte 1961 weiter,
Herbert Peter
was Rudolf Mauersberger und sein Bruder geprägt hatten. Die Aufführungen der Oratorien von Bach in der Advents- und Passionszeit waren längst zu Höhepunkten des Eisenacher Kulturlebens geworden. Zu hören waren auch Werke der Klassik und Romantik, auch manches kirchenmusikalisches Werk von Herbert Peter wurde durch den Bachchor Eisenach uraufgeführt.
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Friedrich Hönsch übernahm 1984

wegen Herbert Peters Erkrankung bis zum Amtsantritt von E. Knechtel kommisarisch das Dirigat des Chores.

Im Herbst 1984 wurde Ekkehard Knechtel Kantor

an der Georgenkirche in Eisenach und Leiter des Eisenacher Bachchors mit einer Gesamtstärke von ca. 80 Chormitgliedern.
Neben der regelmäßigen Aufführungen der Bachschen Johannes- und Matthäus-Passion und des Weihnachts-Oratoriums kamen große oratorische Werke anderer Komponisten durch den Bachchor zur Aufführung (u.a. Brockespassion - Händel, Lukaspassion - Telemann, Messias - Händel, Elias - Mendelssohn-Bartholdy, Requiem - Mozart und Brahms, Oratorium: Die letzten Dinge - Louis Spohr, Messe f-Moll - Anton Bruckner, Stabat Mater - Dvorák).
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Seit Dezember 2002 leitet KMD Christian Stötzner

die kirchenmusikalische Arbeit an Johann Sebastian Bachs Taufkirche. Die durch Ekkehard Knechtel eingeführte Regelmäßigkeit von Kantaten im Gottesdienst werden bewußt weitergeführt.

Sein Verständnis, den Laienchor mit seinem Repertoire und musikalischen Können nahe der Professionalität zu führen, begeistert und beflügelt viele Chorsänger.
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Gemeinsame Konzerte mit der Landeskapelle Eisenach, der Thüringer Philharmonie Jena, dem Kammerorchester Erfurt, der Philharmonie Hradec Králové oder dem Metropolitan-Orchester Minneapolis waren sehr erfolgreich.

An Kantatenwochenenden wird mit Chorsängern aus vielen Gegenden Deutschlands, unterstützt von Mitgliedern des Bachchores, eine Kantate erarbeitet und im Sonntagsgottesdienst, ähnlich wie zu Bachs Zeiten, aufgeführt. Mit solchen Gottesdiensten war der Chor im Rundfunk mehrmals zu hören. Auch das Fernsehen übertrug original zu besonderen kirchlichen Ereignissen Gottesdienste, in denen der Bachchor Eisenach zu hören und zu sehen war.

In den Jahren vor 1961 ist der Bachchor Eisenach mehrmals in Städten Deutschlands und der Schweiz aufgetreten. Derart Konzertreisen waren nach dem Bau der "Berliner Mauer" nicht mehr möglich.
Seit 1990 kann der Chor wieder frei reisen, besonders gern in die Partner- und Universitätsstadt Marburg.

Mit mehreren Aufführungen des Weihnachtsoratoriums in den Bundesstaaten Iowa (in der Partnerstadt Waverly) und Minnesota gemeinsam mit dem oben genannten amerikanischen Orchester gastierte 1997 der Bachchor mit seinem Kinderchor (Kurrende) zum ersten Mal in den USA. Konzertreisen führte den Bachchor wiederholt auch nach Düsseldorf, Ungarn und Tschechien.